SAXOPHONIC

Wissenswertes

Hier haben wir für Dich einige allgemeine Informationen und Antworten zusammengestellt.

Wir möchten Dir damit etwas mehr Klarheit zum Thema Legendärer Saxophone schenken und freuen uns über Dein Interesse.

Solltest Du weitere Fragen haben, laden wir Dich herzlich ein uns persönlich anzusprechen.

Wir sind gerne für Dich da!

Nach „offizieller“ Seriennummer-Liste von Henri SELMER wurde das Mark VI ab der Seriennummer 55201 (Baujahr 1954) bis Seriennummer 220800 (bis 1973) gebaut.

Gelegentlich sieht man ein SELMER Saxophon mit Mark VI-Label, dessen Seriennummer über 220800 liegt und damit nach der offiziellen Liste eben kein Mark VI ist.

Es gibt dafür 2 Gründe:

  1. Bei der Neu-Entwicklung eines Saxophon-Modells (z.B. das Mark 7 als „Nachfolger“ desMark VI Tenorsaxophon mit Seriennummer 241xxx (!!) gesehen, welches zweifelsfrei alleMerkmale eines Mark VI aufwies. Alt- und Tenorsaxophone wurden als Mark VI vereinzelt bis 1975 gebaut.
  2. Sopran- und Baritonsaxophone wurden nicht als Mark 7 gebaut (wobei es durchaus
    einige wenige Mark 7 Baritonsaxophon-Prototypen geben könnte).

Diese beiden Baugrößen wurden bis ca. 1984 weiterhin als Mark VI gebaut und auch gelabelt. So kann es also sein, dass zum Beispiel ein 310xxx er Mark VI-gelabeltes Saxophon durchaus ein wirkliches Mark VI ist. Eben als Bariton- oder Sopransaxophon.

Da SELMER das Mark 7 nur als Alt- und Tenorsaxophon gebaut hat und diese Baugröße den stückzahlmäßig größten Teil der Produktion ausmachte, wird in der offiziellen Seriennummern-Tabelle auf den entsprechenden Hinweis verzichtet.

Unsere Antwort ist ganz klar: Nein, auf gar keinen Fall!

Viele Berufssaxophonisten/-innen spielen aus guten Gründen auf alten SELMER Saxophonen, dass ist wohl so. Aus unserer Sicht gibt es allerdings keinerlei Einschränkung in der Frage, wer auf diesen Instrumenten spielen sollte.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Auswahl des „richtigen“ Saxophons meistens nicht nach planbaren Regeln erfolgt, sondern oft sehr intuitiv geschieht. Mit einem Augenzwinkern sagen wir sogar: „das Saxophon sucht sich seine Spielerin/ seinen Spieler aus…“.

Wenn Du beim Probespiel der verschiedenen Saxophone feststellst, dass eines der „Legendary Saxophones“ wie z.B. ein Mark VI, Super (Balanced) Action oder Balanced Action wirklich „Dein“ Instrument ist, wirst Du ein deutliches Gefühl dazu haben. Sei es, das Saxophon klingt in Deinen Ohren so, wie Du es Dir wünscht, oder Du hast den Eindruck, Du kannst plötzlich viel besser spielen. Mitunter läd es Dich zu einer Reise in bisher unbekanntes Terrain ein, oder es motiviert Dich, mutig voranzuschreiten. Die Gründe, sind ohnehin gar nicht wichtig. Denn, wenn ein Saxophon Dich ruft und Ihr so richtig schön gemeinsam in Verbundenheit klingt, dann wirst Du auch gerne und entsprechend darauf spielen.

Jeder Mensch trägt einen eigenen Grundton in sich und jedes Saxophon hat ebenfalls eine eigene Klangfarbe. Wenn sich eine passende Verbindung zusammenfindet, weil beide, Spielerin/Spieler und Instrument, perfekt aufeinander resonieren, sich sozusagen harmonisch leicht miteinander einschwingen, dann ist das hörbar und spürbar, für alle Beteiligten und für die Welt.

Und das zählt für alle Saxophonspielerinnen und Saxophonspieler gleichermaßen, ganz unabhängig davon, ob deren Spiel auf einer beruflich, professionellen Ebene oder im Feld der Freizeit und Entwicklung des persönlichen Selbstausdrucks stattfindet.

Das ist eine ganz interessante und zugleich spannende Frage. Die Antwort dazu ist also etwas umfangreicher:

Bei älteren Instrumenten haben wir eine Reihe von Einflüssen, die aus unserer Sicht teilweise noch klangentscheidender sind, als die Bauweise. Das Finish ist einer dieser Faktoren. Lack auf dem Messing führt zu einer – je nach Lackart bzw. Lackdicke - individuellen Oberflächenspannung. Das gleiche – wenn auch in anderem Maße - gilt für eine galvanisch aufgetragene Schicht (z.B. Nickel, Silber oder Gold), die im Gegensatz zum Lack eine chemische Verbindung mit dem Messing eingeht, und auch deshalb haltbarer ist.

Betrachten wir zunächst die lackierten Instrumente – bei SELMER ist der Lack häufig ab, teilweise oder sogar ganz. Das hängt mit der Art des verwendeten Lackes zusammen. Die Zusammensetzung dessen, was da aufgesprüht wird, beeinflusst das Resonanzverhalten und den Klang der Instrumente. SELMER hat sich (und tut das immer noch) für einen Lack entschieden, dessen Haltbarkeit begrenzt ist. Auch bei den neuen Instrumenten ist damit zu rechnen, dass sich der Lack nach wenigen Jahren stückweise verabschiedet. Allerdings ist der Hersteller der Ansicht (ermutigt durch Daumen hoch oder runter bei zahllosen Versuchen mit dem Beraterstab – von jeher lauter professionelle Saxophonisten), dass Klang im Vordergrund stehen muss und sich ergo kosmetische Aspekte als zweitrangig betrachten lassen.

Jedenfalls, je weniger Lack vorhanden ist, umso lauter ist das Horn. Und umso leichter spricht es an. Weil in diesem Falle der „Dämpfer“ fehlt. Für manche Spieler ist fehlender Lack vorteilhaft (vor allem, wenn sie besonders laut spielen möchten oder aber eher defensiv spielen, also eine Verstärkung durch das Equipment begrüßen). Andere neigen dazu, auf solchen Hörnern zu „brüllen“, das ist wirklich komplett unterschiedlich von Spielerin zu Spieler.

Spätestens nun wird klar, dass klangliche Unterschiede, die etwas mit dem Lack zu tun haben, sehr von der individuellen Geschichte des Instrumentes abhängen. Wurde es gepflegt, wenn ja, mit welchen Mittelchen? Wurde es vielleicht einmal zu sorgfältig gereinigt (im Rahmen einer Generalüberholung vielleicht ans Polierrad gehalten – wobei Material abgetragen wird), in welchem Umfeld wurde es gespielt oder gelagert, welchem Klima war es ausgesetzt etc. Letztendlich hat dies alles Auswirkungen auf das Schwingungsverhalten des Instrumentes.

Schauen wir uns Silber an (meistens noch sehr gut erhalten, da SELMER in der Regel relativ dick versilbert hat und Silber viel robuster ist, als Lack). Nach unserer Erfahrung klingen versilberte SELMER Saxophone etwas weicher, gleichzeitig auch „brillianter“. Silber wird galvanisch aufgetragen. Je nachdem, wie lange sich der Korpus beim Galvanisieren im Bad befindet, kommt eine mehr oder weniger dicke Schicht auf den Korpus. Gehen wir davon aus, dass früher nicht akribisch mit der Stoppuhr gearbeitet wurde (der Preis für das Silber war damals auch nicht so hoch, also kein wirklich beeinflussender Faktor). Die Klang-Ergebnisse sind zwangsläufig unterschiedlich.

Eine Zeitlang war es Sitte, Saxophone neu zu lackieren, wenn die Optik nicht mehr perfekt war. Das Lackieren an sich ist nicht so sehr das Problem, sondern die Vorbehandlung durch (übermäßiges) Polieren (=Materialabtragung). Einerseits haben wir alte SELMER Saxophone gesehen, die im französischen SELMER - Werk nachlackiert (also auch vorbehandelt) wurden, die so akkurat poliert und lackiert wurden, dass es kaum sichtbar ist. Einige dieser Saxophone waren hinsichtlich ihrer Spieleigenschaften so außergewöhnlich gut, dass wir der grundsätzlichen Aussage „ein nachlackiertes Saxophon ist schlecht oder nicht mehr viel wert“ nicht zustimmen können!

Andererseits gibt es jedoch auch nachlackierte Saxophone, die wirklich „versaut“ wurden. Der Korpus dieser Hörner wurde „heruntergeschliffen“ um auch jeden noch so kleinen Kratzer zu entfernen, Tonloch-Kamine wurden so dünn poliert, dass die Ränder scharf sind und die Polster einschneiden. Dann wurde noch richtig schön dick der Lack aufgetragen, denn schließlich soll das Saxophon ja wieder schön aussehen. Der neue Lack hält dann auch gut, aber er hält auch gleichzeitig das Material-Gefüge zusammen und die Schwingungseigenschaften wurden dadurch so schlecht, dass Ansprache und Tonentwicklung nur noch als „miserabel“ zu bezeichnen waren!

Ein weiterer Aspekt: In welchem Klima wurde das Instrument gespielt, welcher Luftfeuchtigkeit und welchem Salzgehalt war es ausgesetzt. Wir haben vor Jahren ein Mark VI Tenorsaxophon mit originalem dunklem Lack in Museumszustand an einen unserer Profi-Kunden veräußert. Er kam damit keine 3 Monate später von einer Tournee in Saudi-Arabien zurück und wir trauten unseren Augen kaum: Das vorher tadellos aussehende Saxophon hatte keinen Lack mehr! Messing pur und es sah aus wie sandgestrahlt. Letztendlich haben Wind, Wüstensand und salzhaltige Luft den Lack komplett abgetragen. Der Klang des Saxophons war anders als zuvor. Weder schlechter, noch besser - eben einfach anders.

Wir kennen auch die Geschichte vom Horn eines Tanzmusikers, welches viele Jahre lang im Club direkt am Meer gespielt wurde. Da stand es dann auch den ganzen Abend. Es war ritzerot und ganz rauh, außen wie innen. Und so hat es wohl auch geklungen.

Zusammengefasst: Die Lebensgeschichte eines Saxophons beeinflusst ganz wesentlich nicht nur die Optik sondern auch seinen Sound und sein Anspracheverhalten. Entsprechend klingt  jedes dieser alten Instrumente anders. Die Unterschiede sind manchmal gering, manchmal aber auch riesengroß.

Hinzu kommt allerdings noch ein weiterer Aspekt diesmal auf der Seite der Spielerin/des Spielers - nämlich die Affinität zur Optik. Nicht zu unterschätzen, wenn eine Spielerin/ ein Spieler sich vor einem wirklich gebraucht aussehenden Instrument „ekelt“, wird es kaum gut klingen. Steht sie/er hingegen auf echtes Vintage Finish und geht somit auch mit einer positiver Einstellung an das Horn, steht einem authentischen Ausdruck nichts im Wege. Das gleiche gilt für Saxophone, die auch nach sechzig Jahren noch aussehen, wie aus dem Ei gepellt (so etwas haben wir auch). Manchmal haben wir Musiker, die „Mint Condition“ von vornherein ablehnen, sie suchen ein altes Instrument, das darf nicht neu aussehen – umgekehrt gibt es das genauso. Die Psychologie ist ein Faktor, der oft unterschätzt wird. Je wohler sich die Spielerin/der Spieler mit dem Gesamtpaket fühlt (dazu gehört nun mal auch die Optik), umso lieber wird sie/er auf dem Instrument spielen und umso besser hört sich die Saxophon-Spieler-Gemeinschaft mit den gemeinschaftlich produzierten Klängen dann auch an.

Die Frage wird häufig gestellt, ist aber nicht einfach zu beantworten.

SELMER hat das Saxophon ständig weiter entwickelt. Mehr als jeder andere Hersteller auf der Welt. In den meisten Fällen war die Nachfolge Serie dem Vorgängermodell überlegen. Manchmal standen die mechanischen Details im Vordergrund, manchmal war das akustische Design die wichtigste Veränderung. Jedenfalls wurde schon immer hinter verschlossenen Türen geforscht, konstruiert, getüftelt und ausprobiert, begleitet von einem Beraterstab hauptsächlich aus dem Umfeld der Pariser Konservatorien. Das ist auch heute noch so.

Es ist unübersehbar, dass sich viele Hersteller immer wieder an den Innovationen von SELMER orientiert haben, teilweise wurde einfach schamlos kopiert, teilweise nur leicht modifiziert, aber die Ideen der französischen Schmiede haben sich immer durchgesetzt und den Standard definiert.

Wir können mit großer Sicherheit sagen, dass seit der Einführung des Balanced Action Modells im Jahr 1936 im Hinblick auf die Spieleigenschaften ausnahmslos großartige Instrumente gebaut wurden. Das Manko der Inline Bauweise – (die Front-Tonlöcher der linken Hand und die der rechten Hand sitzen exakt in einer Reihe - manche Spieler kommen damit nicht gut zurecht, weil exzessives Spielen bei dieser Mechanik Gelenkschmerzen verursachen kann – vergleichbar mit der Bauweise amerikanischer Saxophone teilweise bis in die 70er Jahre) wurde mit dem Super Balanced Action im Jahr 1948 beseitigt, seither stimmt auch die Ergonomie perfekt und ermüdungsfreie Spielfreude ist uneingeschränkt garantiert. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Offset Bauweise angewendet, die Front Tonlöcher für die rechte und linke Hand liegen etwas versetzt und passen sich so der natürlichen Handhaltung an – vergleichbar mit modernen PC-Tastaturen, die in der Mitte geteilt sind.

An anderer Stelle haben wir bereits geschildert, dass sich die Instrumente im Lauf der Jahre verändern, sowohl klanglich als auch hinsichtlich des Ansprache-Verhaltens. Dazu kommen die ebenfalls geschilderten Einflüsse bezüglich Finish usw. Es wäre hoch interessant, jedes Modell der bewegten Geschichte einmal als fabrikneues Instrument in der Hand zu halten. Dieser Vergleich ist natürlich nicht möglich.

Durch die individuellen Umstände, die jedes Saxophon durchlebt hat, sind daher Kategorisierungen nicht oder zumindest nur sehr grob möglich und auch nicht wirklich sinnvoll. Es gibt nicht den typischen Mark VI oder Balanced Action Sound. Jedes ist ein wenig anders. Wir haben oft genug Kunden bei uns gehabt, die nach einem konkreten Modell, manchmal sogar auch mit Seriennummer gefragt haben (z.B. „ich suche nach einem 86xxx er Mark VI Tenorsaxophon…“) die dann mit einem Balanced Action, Super Balanced Action oder Mark VI eines völlig anderen Seriennummern-Bereichs sehr glücklich waren.

Auch deshalb ist anspielen, in der Hand halten, fühlen, hören und vergleichen der einzig sinnvolle Weg auf der Suche nach Deinem ganz persönlichen SELMER Saxophon!

Grundsätzlich beantwortet: Das Saxophon, auf dem Du am besten spielst und das Deinen Klangvorstellungen am nächsten kommt, ist das Beste für Dich, egal wann es gebaut wurde.

Es gibt eine Reihe von Meinungen, dass dieser oder jener Seriennummernkreis besser oder schlechter sei, als der andere. Die Vertreter dieser Meinungen werden ihre Gründe haben, das so zu sehen. Wir von Legendary Saxophones haben diese Beobachtung so nicht gemacht. Die begehrten „5 Digit“ Hörner (fünfstellige Seriennummer) spielen sich aus unserer Sicht nicht zwangsläufig besser als ein spätes Mark VI mit 200tausender Nummer.

Nach unserer Beobachtung verändert ein Saxophon seinen Klang und seine Spiel-eigenschaften mit zunehmendem Alter. Es gibt keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse, warum das so ist. Wir vermuten, dass sich der Korpus durch den Alterungsprozess verändert, die Molekularstruktur des Messings „entkrampft“ sich. Jeder Ton, der auf einem Instrument gespielt wurde und wird, ist ja eine Schwingung und jede Schwingung verändert halt die Materialstrukturen. Die Oberflächenspannung verändert sich, das Saxophon spielt sich leichter. Daher hat ein altes Sax, welches viel gespielt wurde, in der Regel einen größeren, freieren Ton, als ein nagelneues und genau darin liegt aber unter anderem der Charme dieser Instrumente.

Nun könnte man fragen, warum dann die fünfstelligen Nummern gefragter sind und auch höhere Preise dafür gezahlt werden? Wir glauben, dass das so aus der Historie entstanden ist. Als SELMER die (zu Unrecht) geschmähte Mark VII Serie auf den Markt brachte, begann der Run auf die gebrauchten Mark VI Hörner.
Zu jener Zeit waren die hohen Mark VI Seriennummern noch recht jung. Frühe Seriennummern hatten hingegen schon einige Spieljahre auf dem Buckel. Wenn die oben erwähnte Veränderungstheorie stimmt (wovon wir überzeugt sind), wäre es naheliegend, dass die 5-Digits deshalb begehrter waren. Vielleicht hat sich dieser Mythos einfach bis heute gehalten.

Letztendlich, wie bereits unter anderen Punkten erwähnt: Probiere es unbedingt selbst aus, welches Legendary Saxophone für Dich richtig ist, unabhängig von der Seriennummer. Manchmal kommt etwas völlig anderes dabei heraus, als es zuvor vielleicht in Deiner Vorstellung war – wenn Du Dich unvoreingenommen darauf einlässt 😉

Die seriöse Seriennummernführung ist unabdingbarer Bestandteil des Markenwertes!

Jedes SELMER Saxophon ist mit einer fortlaufenden Nummer gekennzeichnet. Diese Nummer ist einzigartig, es gibt keine zwei Saxophone mit der gleichen Nummer. Die Nummern sind eindeutig dem jeweiligen Herstellungsjahr zuzuordnen.

Lediglich die Abgrenzung zwischen den einzelnen Serien ist nicht so eindeutig. Beispielsweise wurden auch nach der offiziellen Einführung der Mark VII Instrumente noch einige Mark VI gebaut. Wir vermutet, dass vorhandene Materialien noch verwendet werden sollten, möglicherweise aber auch um bestimmten Interessenten noch Gefälligkeitsleistungen entgegenzubringen. Ähnlich verhält es sich vermutlich bei den anderen Übergängen wie z.B. Balanced Action zu Super Balanced Action auch.

Jedenfalls sind die angegebenen Baujahre verlässlich. Um welche Serie es sich letztlich handelt, erkennt man im Zweifel an Kennzeichnungen, sowie an bautechnischen Details.

Die Seriennummernliste von SELMER richtig lesen: Bei den angegebenen Seriennummern, die neben dem entsprechenden Jahr steht, handelt es sich um die jeweils letzte Seriennummer, die dem angegebenen Jahr zugeordnet wird.

SELMER Saxophone haben sich im Lauf ihrer Geschichte immer als eine gute Kapitalanlage erwiesen. In den allermeisten Fällen erzielen die ehemaligen Besitzer beim Verkauf einen Preis, der zum Teil deutlich höher liegt, als der, den sie seinerzeit dafür bezahlt haben.

Diesen Trend beobachten wir bei keiner anderen Marke, es ist ein SELMER Phänomen. Ob sich diese Entwicklung fortsetzen wird, kann natürlich niemand mit hundertprozentiger Sicherheit sagen. Allerdings gibt es aus der Historie und den aktuellen Entwicklungen einige Erfahrungswerte, die ganz klar dafür sprechen.

Ob Balanced Action, Super (Balanced) Action oder Mark VI, die Preisentwicklung geht seit Jahren nur in eine Richtung: Bergauf! Im Vergleich zu den USA, wo mittlerweile für gute Expemplare dieser Modellreihen 10.000 oder 15.000 US$ keine Seltenheit mehr sind, haben wir hier in Europa doch immer noch ein faires jedoch stetig weiter steigendes Preisniveau. Beispielsweise wird ein gutes Mark VI Tenorsaxophon nicht sehr viel teurer gehandelt, als das aktuelle Modell „Reference 54“ von SELMER als Neuware kostet. Spätere Mark VI (200.000er Seriennummern) kosten manchmal etwa gleich viel oder sogar etwas weniger.

Saxophone aus der Balanced Action und Super (Balanced) Action Reihe sind in den letzten Jahre deutlicher im Wert gestiegen und haben das Mark VI-Preisniveau mindestens erreicht, tendenziell eher überschritten.

Aber Wiederverkaufswert hin, Wertanlage her. Dein Geld ist so oder so gut angelegt, wenn Du Dir den Traum Deines persönlichen Legendary Saxophones erfüllst.